Wirtschafts-Hotline in Dormagen +++ Gastgewerbe und Einzelhandel 02133/257-664 +++ andere Branchen: 02133/257-405 +++

Förderprogramme und wirtschaftliche Hilfen im Überblick

Das Corona-Virus trifft auch die heimische Wirtschaft hart. Einzelhandel, Gastgewerbe und Tourismusindustrie verzeichnen schon seit Wochen Umsatzrückgänge. Die aktuell vom Land NRW angeordneten Schließungen und Beschränkungen stellen diese und weitere Branchen nun vor existenzielle Bedrohungen. Bund und Land haben bereits Förder- und Kreditprogramme für betroffene Unternehmen angekündigt.

In Dormagen übernehmen wir die Funktion des Förderlotsen und stehen Ihnen als Gewerbetreibende in der Corona-Krise als Ratgeber in Sachen wirtschaftliche Hilfen zur Seite. Wohin wende ich mich bei Lohnfortzahlung im Quarantänefall oder bei Schließung meines Betriebes? Wie kann ich Liquiditätshilfen in Anspruch nehmen?  Diese Fragen sind angesichts der aktuellen Ausnahmesituation drängend.

An dieser Stelle geben wir Ihnen einen ersten, stetig ergänzten Überblick über häufig gestellte Fragen zu aktuell aufgelegte Hilfs- und Förderprogrammen. Diese Übersicht dient zur ersten Orientierung. Bitte kommen Sie auf uns zu - wir unterstützen Sie gerne dabei, den passenden Fördertopf zu finden und kurzfristig entsprechende Anträge zu stellen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Beratung aufgrund der aktuellen Situation telefonisch oder per Email erfolgt. Persönliche Termine sind nur in Ausnahmefällen nach telefonischer Absprache möglich.

 

Kontakt für Anfragen per Email:       wirtschaft[@]stadt-dormagen.de

Telefonische Anfragen:

Gastgewerbe und Einzelhandel:       Thomas Schmitt, Tel. 02133/257-664

Alle übrigen Branchen:                      Michael Bison, Tel. 02133/257-405

NRW Soforthilfe 2020 - Anträge können ab sofort und ausschließlich online gestellt werden

Um kleinen und mittleren Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständigen und Freiberuflern in der Corona-Krise zu helfen, hat die Bundesregierung am 23.03.2020 umfangreiche Hilfen beschlossen. Das Programmvolumen des Bundes umfasst bis zu 50 Milliarden Euro. Im Einzelnen ist vorgesehen:

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses. Sie ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt für drei Monate:
•    9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
•    15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
•    25.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

 

29.03.2020 Aktuelle Aufweitung der Soforthilfe

  • Stichtag: Alle Unternehmen, die seit dem 31.12.2019 am Markt sind, sind förderfähig.
  • Der Bezug von Arbeitslosengeld II stellt kein Ausschlusskriterium mehr dar.
  • Studierende und Rentner sind auch antragsberechtigt, wenn sie eine selbstständige Tätigkeit ausüben.

30.03.2020 Soforthilfen jetzt auch für die Landwirtschaft

  • Auch Landwirte und Betriebe mit landwirtschaftlicher Produktion, die bis zu zehn Beschäftigte haben, können Soforthilfe beantragen.
     

Anträge können seit dem 27. März und bis spätestens 31. Mai 2020 von gewerblichen und gemeinnützigen Unternehmen, Solo-Selbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen, mit bis zu 50 Beschäftigten (umgerechnet auf Vollzeitkräfte) gestellt werden.

Das Antragsverfahren funktioniert vollständig digital. Der Antrag kann nur über diesen Link auf der Website des Wirtschaftsminsteriums NRW digital gestellt werden, postalisch oder per Mail geht nicht.

Informationen, die Sie für die Antragstellung vorbereiten können:
•    Zur Identifikation ist ein amtliches Ausweisdokument (Personalausweis, Reisepass, usw.) erforderlich.
•    Im Rahmen des Antrags ist die Handelsregisternummer oder eine andere Registernummer (soweit vorhanden) sowie das zugehörige Amtsgericht anzugeben.
•    Außerdem werden die Steuernummer des Unternehmens und die Steuer-ID eines der Eigentümer abgefragt.
•    Informationen zur Bankverbindung (IBAN + Kreditinstitut) des Firmenkontos für die Auszahlung.
•    Abgefragt werden außerdem die Art der gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit (sog. Wirtschaftszweigklassifikation).
•    Im Rahmen des Antrags wird die Anzahl der Beschäftigten abgefragt. Hilfestellung bei der Berechnung der Vollzeitbeschäftigten siehe weiter unten auf dieser Seite.

NRW-Soforthilfe 2020: Fragen und Antworten

Darf ich mein Geschäft noch öffnen?

Handel

(1) Zulässig bleiben der Betrieb von

  1. Einrichtungen des Einzelhandels für Lebensmittel, Direktvermarktungen von landwirtschaftlichen Betrieben, Abhol- und Lieferdiensten sowie Getränkemärkten,
  2. Apotheken, Sanitätshäusern und Drogerien,
  3. Tankstellen, Banken und Sparkassen sowie Poststellen,
  4. Reinigungen und Waschsalons,
  5. Kioske und Zeitungsverkaufsstellen,
  6. Tierbedarfsmärkten,
  7. Einrichtungen des Großhandels.

Die Anzahl von gleichzeitig im Geschäftslokal anwesenden Kunden darf eine Person pro zehn Quadratmeter der für Kunden zugänglichen Lokalfläche nicht übersteigen.

(2) Die Veranstaltung von Wochenmärkten bleibt zulässig unter Beschränkung auf den Einrichtungen des Absatzes 1 entsprechende Anbieter.

(3) Der Betrieb von Bau- und Gartenbaumärkten bleibt zur Versorgung von Gewerbetreibenden und Handwerkern zulässig. Anderen Personen darf der Zutritt nur gestattet werden, wenn zum Schutz vor Infektionen geeignete Vorkehrungen getroffen sind (insbesondere Maßnahmen zur Sicherstellung von Mindestabständen und Schutzvorrichtungen für das Kassenpersonal); unter diesen Voraussetzungen dürfen auch Floristen ihren Betrieb fortsetzen.

(4) Der Betrieb von nicht in den Absätzen 1 oder 3 genannten Verkaufsstellen des Einzelhandels ist untersagt. Zulässig ist insoweit lediglich der Versandhandel und die Auslieferung bestellter Waren; die Abholung bestellter Waren durch Kunden ist nur zulässig, wenn sie unter Beachtung von Schutzmaßnahmen vor Infektionen kontaktfrei erfolgen kann.

(5) Abweichend von Absatz 4 dürfen Verkaufsstellen mit gemischtem Sortiment, das auch Waren umfasst, die dem regelmäßigen Sortiment einer der in den Absätzen 1 und 3 genannten Verkaufsstellen entsprechen, unter den nachfolgenden Voraussetzungen betrieben werden.

Bilden diese Waren den Schwerpunkt des Sortiments ist der Betrieb der Verkaufsstelle insgesamt zulässig, anderenfalls ist nur der Verkauf dieser Waren zulässig.

(6) Alle Einrichtungen haben die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen zu treffen.

 

Handwerk, Dienstleistungsgewerbe

(1) Handwerker und Dienstleister können ihrer Tätigkeit mit Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen weiterhin nachgehen, soweit in den folgenden Absätzen nichts anderes bestimmt ist.

(2) Augenoptikern, Hörgeräteakustikern, orthopädischen Schuhmachern und anderen Handwerkern mit Geschäftslokal ist dort der Verkauf von nicht mit handwerklichen Leistungen verbundenen Waren untersagt; ausgenommen ist notwendiges Zubehör. In den Geschäftslokalen sind die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu treffen.

(3) Dienstleistungen und Handwerksleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann (insbesondere von Friseuren, Nagelstudios, Tätowierern, Massagesalons), sind untersagt. Therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten, bleiben gestattet, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden. Das gleiche gilt für gesundheitsorientierte Handwerksleistungen (Hörgeräteakustiker, Optiker, orthopädischen Schuhmacher etc.), die zur Versorgung der betreffenden Person dringend geboten sind.

 

Beherbergung, Tourismus

Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken und Reisebusreisen sind untersagt.

 

Gastronomie

(1) Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Mensen, Kantinen, Kneipen, Cafés und anderen gastronomischen Einrichtungen ist untersagt. Nicht öffentlich zugängliche Betriebskantinen dürfen zur Versorgung der Beschäftigten betrieben werden, wenn die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern gewährleistet sind.

(2) Abweichend von Absatz 1 sind die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf durch Restaurants, Gaststätten, Imbisse, Mensen, Cafés und Kantinen zulässig, wenn die zum Schutz vor Infektionen erforderlichen Abstände eingehalten werden. Der Verzehr ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung untersagt.

 

Diese Regelungen treten am 23.03.2020 in Kraft und am 20. April 2020 außer Kraft.

Darf mein Geschäft auch sonntags öffnen?

Geschäfte des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste sowie Geschäfte des Großhandels dürfen über die bestehenden gesetzlichen Regelungen hinaus an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr öffnen; dies gilt nicht für Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag. Apotheken dürfen an Sonn- und Feiertagen generell öffnen.

Diese Regelung tritt am 23.03.2020 in Kraft und am 20. April 2020 außer Kraft.

Kann ich die Sozialversicherungsbeiträge für die Monate März und April stunden lassen?

Alle von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen können sich unter bestimmten Voraussetzungen die Sozialversicherungsbeiträge für die Monate März und April 2020 stunden lassen. Bedingung ist, dass alle anderen Maßnahmen aus den verschiedenen Hilfspaketen und Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung ausgeschöpft sind.

Für die Stundung im März gilt: Die betroffenen Unternehmen müssen sich bis spätestens Donnerstag 26. März formlos unter Bezug auf die Notlage durch die Corona-Krise und Paragraf § 76 SGB IV direkt an ihre jeweils zuständige Krankenkasse wenden, die ihre Sozialversicherungsbeiträge erhebt.

Hintergrundpapier und weitere Informationen zur Beitragsstundung, GKV 25.03.2020

Muster - Stundung von Sozialabgaben, GKV 24.03.2020

Kündigungsschutz und Zahlungsstundung für Mieter/Pächter in der Corona-Krise: Was bedeutet das?

Der Gesetzgeber hat das Recht der Vermieter, Miet- und Pachtverhältnisse wegen Zahlungsrückständen zu kündigen, für einen begrenzten Zeitraum eingeschränkt. Dies gilt sowohl für Wohn- als auch für Gewerberaummietverträge. Wegen Mietschulden aus dem Zeitraum zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 dürfen Vermieter das Mietverhältnis nicht kündigen, sofern die Mietschulden auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruhen. Die Verpflichtung der Mieter zur fristgerechten Zahlung der Miete bleibt hier jedoch bestehen. Erst, wenn der Mieter oder Pächter die Zahlungsrückstände auch nach dem 30. Juni 2022 noch nicht beglichen hat, kann ihm wieder gekündigt werden. Mit den Regelungen wird verhindert, dass infolge vorübergehender Einnahmeausfälle durch die Corona-Pandemie Wohnraummieter ihr Zuhause und Mieter oder Pächter gewerblicher Räume und von Grundstücken die Grundlage ihrer Erwerbstätigkeit verlieren.

Details

Wo kann ich als Landwirt Erntehelfer finden?

Auf der Internetplattform www.saisonarbeit-in-deutschland.de können sich landwirtschaftliche Betriebe kostenfrei eintragen, die Mitarbeiter für die Ernte, Aussaat oder andere Aufgaben suchen. Dort können interessierte Mitbürger dann einen passenden Betrieb suchen. Die SWD wird diese Plattform in Dormagen bewerben und bei der Bevölkerung bekannt machen.

Die Plattform wird vom Gesamtverband der deutschen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e.V. betrieben. Die Betreiber der Plattform werden bis Ende Juni die Leistungen gebührenfrei anbieten.

Gibt es einen Vordruck zur Kundenerfassung für Gastronomie und Handel?

In Abstimmung mit dem Rechtsamt der Stadt Dormagen hat die SWD einen Vordruck erstellt, den alle Unternehmen verwenden können, um die Kunden zu erfassen. In den Vordruck zur Kundenerfassung  tragen Sie Ihre Unternehmensinformationen ein und verfielfältigen diesen anschließend.

Zusätzlich müssen Sie in Ihren Geschäftsräumem für die Kunden gut sichtbar ein Informationsblatt zur Erhebung personenbezogner Daten aushängen, um den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) zu genügen.

Ich zahle Gewerbesteuer und möchte meine Vorauszahlungen herabsetzen oder stunden. Wie geht das?

Zum Schutz der Dormagener Arbeitsplätze werden Anträge auf Herabsetzung von Gewerbesteuervorauszahlungen ab sofort bevorzugt bearbeitet und bewilligt. Stundungsanträgen wird, für vier Monate zunächst zinslos, entsprochen. Verspätungszuschläge werden vorerst nicht mehr festgesetzt. Sollten im Einzelfall seitens der Stadt Bedenken bestehen, einem Antrag zu entsprechen, wird die Verwaltung auf die Antragsteller zugehen.

Anträge richten Unternehmen bitte direkt an das Steueramt der Stadt unter steueramt[@]stadt-dormagen.de.  Bitte nutzen Sie dafür dieses Antragsformular

Wie kann ich Kurzarbeitergeld beantragen?

Mit Kurzarbeitergeld können Sie Arbeits- und Entgeltausfall in Ihrem Betrieb zum Teil ausgleichen. Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld muss grundsätzlich auf einem unabwendbaren Ereignis oder wirtschaftlichen Gründen beruhen. Dies trifft etwa dann zu, wenn Lieferungen ausbleiben und die Produktion eingeschränkt werden muss. Ein unabwendbares Ereignis liegt auch dann vor, wenn etwa durch staatliche Schutzmaßnahmen Betriebe geschlossen werden. Der Gesetzgeber hat im Zuge der Corona-Krise Erleichterungen für das Kurzarbeitergeld beschlossen. Diese Erleichterungen werden rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft treten und rückwirkend ausgezahlt.

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge werden für ausgefallene Arbeitsstunden zu 100 Prozent erstattet.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet

Das Auszahlungsprozedere

  • Der Arbeitgeber errechnet das Kurzarbeitergeld: 60% des  ausgefallenen pauschalierten Nettoentgeltes bzw. 67% des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgeltes wenn mindestens ein Kind im Haushalt lebt
  • Der Arbeitgeber zahlt das Kurzarbeitergeld aus
  • Der Arbeitgeber stellt einen Erstattungsantrag bei der Agentur für Arbeit, die nach Prüfung der Antragsunterlagen das gezahlte Kurzarbeitergeld dem Arbeitgeber erstattet. 

Weitere Infos hier: https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/kug-faq-kurzarbeit-und-qualifizierung.pdf?__blob=publicationFile&v=10

HINWEIS: Arbeitnehmer, die mit dem Kurzarbeitergeld ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können, können bei der Bundesagentur für Arbeit finanzielle Aufstockung beantragen. Ob ein Anspruch darauf besteht, muss das Jobcenter individuell prüfen. Kontakt zum für Dormagen zuständigen Jobcenter: Tel. 02131/124 00. 

Kurzarbeitergeld - Informationen der Agentur für Arbeit

Kurzarbeitergeld im Handwerk - Informationen der Deutschen Handwerks Zeitung

Wie berechne ich ein Vollzeitäquivalent?

Das Vollzeitäquivalent (Abkürzung: VZÄ) oder Vollbeschäftigtenäquivalent ist eine Hilfsgröße bei der Messung von Arbeitszeit. Es ist definiert als die Anzahl der gearbeiteten Stunden in einem Unternehmen, geteilt durch die übliche Arbeitszeit eines Vollzeit-Erwerbstätigen, beispielsweise 40 Stunden. In Unternehmen gibt die Anzahl der VZÄ an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch bei einer gemischten Personalbelegung mit Teilzeitbeschäftigten ergeben.

Ein geeignetes Tool, um die Vollzeitäquivalente in Ihrem Unternehmen zu berechnen, finden Sie z.B. hier:

https://www.goquestion.net/fileadmin/utils/vza-vollzeitaequivalente-rechner-advanced.html

Ich bin selbstständig und kann meinen Lebensunterhalt aktuell nicht bestreiten. Wo bekomme ich Hilfe?

Selbständige oder Freiberufler, die ihren Lebensunterhalt nicht bzw. nicht mehr aus den Gewinnen der Geschäftstätigkeit bestreiten können, können einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II als ergänzende Leistung zum Lebensunterhalt haben. Aufgrund der individuellen und komplexen Problemstellungen hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) für diesen besonderen Kundenkreis ein spezialisiertes Team aus Leistungssachbearbeitern und Integrationsfachkräften gebildet.

Das Team Selbstständige ist am Standort Königstr. 32-34 in 41460 Neuss zu finden. Beratungs-/Gesprächstermine sind einfach und direkt über telefonisch unter 02131/124 00 oder über die E-Mail-Adresse: Jobcenter-Rhein-Kreis-Neuss.Team-561@jobcenter-ge.de zu vereinbaren. Zurzeit ist das Jobcenter für Besucher geschlossen!

Von besonderer Bedeutung beim Erstantrag sowie bei den Weiterbewilligungsanträgen ist der Antragsvordruck EKS (Einkommen aus Selbständigkeit).

Antrag ALG II

Ausfüllhinweise zum Antrag ALG II

Anlage zur Feststellung der Vermögensverhältnisse

Hinweise der BA für Selbständige

www.jobcenter-rhein-kreis-neuss.de/arbeitsuchende/selbststaendige

Ich bin freischaffender Künstler und in der KSK versichert. Gibt es Hilfen oder Zuschüsse für mich?

Angesichts geschlossener Theater und Konzerthäuser in der Corona-Krise hilft das Land NRW freischaffenden Künstlern mit einem Überbrückungsgeld. Künstler können eine Einmalzahlung in Höhe von 2000 Euro beantragen. Der Betrag muss nicht zurückgezahlt werden. Voraussetzung für den Zuschuss sind die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse (KSK) und der Nachweis des Honorarausfalls (z.B. durch einen Vertrag plus Absage der Veranstaltung). Bitte nutzen Sie dieses Antragsformular.

Die Künstlersozialkasse (KSK) bietet die Möglichkeit, bei gesunkenem Einkommen die Vorausszahlungen herabzusetzen. Dazu füllen Sie bitte dieses Antragsformular aus und senden es an die KSK.

Ich habe einen (Handwerks-)Betrieb und möchte Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Kann ich das fördern lassen?

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können ab sofort finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen. Das Förderprogramm „go-digital“ des BMWi sieht hierfür ein spezielles Verfahren vor.
Der neue Förderbaustein deckt unterschiedliche Leistungen ab, von der individuellen Beratung bis hin zur Umsetzung der Homeoffice-Lösungen, wie beispielsweise der Einrichtung spezifischer Software und der Konfiguration existierender Hardware. KMU und Handwerksbetriebe, die von der Förderung profitieren wollen, müssen zunächst über die Beraterlandkarte ein Beratungsunternehmen in ihrer Region suchen und mit ihm einen Beratervertrag abschließen. Von diesem Punkt an übernimmt das Beratungsunternehmen alle weiteren Schritte für die Unternehmen.

Von der Förderung können rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial mit weniger als 100 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz oder einer Vorjahresbilanz von höchstens 20 Millionen Euro profitieren. Bei einem maximalen Beratertagessatz von 1.100 Euro beträgt der Förderumfang maximal 30 Tage.

Konkrete Fragen zur Förderfähigkeit und Beantragung beantwortet der Projektträger, die EURONORM GmbH, telefonisch unter 030-97003-333.

Ich bzw. meine Mitarbeiter haben ein Tätigkeitsverbot wegen Quarantäne nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG). Wer zahlt den Verdienstausfall?

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot unterliegt und einen Verdienstausfall erleidet, ohne krank zu sein, erhält grundsätzlich eine Entschädigung.  Zuständig für die Entschädigung ist in diesem Fall der Landschaftsverband Rheinland (LVR). Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für längstens sechs Wochen, soweit tarifvertraglich nicht anders geregelt, die Entschädigung auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag vom Landschaftsverband Rheinland erstattet.

Ab der siebten Woche wird die Entschädigung auf Antrag des Betroffenen vom LVR-Fachbereich Soziale Entschädigung an diesen direkt gezahlt. Selbstständig Erwerbstätige stellen den Antrag auf Entschädigung direkt beim Landschaftsverband Rheinland. Voraussetzung für den Erhalt einer Entschädigung ist ein Verdienstausfall infolge eines Tätigkeitsverbotes bzw. einer Absonderung nach Infektionsschutzgesetz (IfSG).

Der Antrag auf Entschädigung muss schriftlich innerhalb von drei Monaten nach Einstellung des Tätigkeitsverbots oder Ende der Absonderung beim LVR-Fachbereich Soziale Entschädigung gestellt werden.

Telefonische Auskünfte zu Verdienstausfällen bei Quarantänen, z.B. bei Verdacht einer Erkrankung an COVID-19 (Coronavirus): 0221 809-5444  (Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr)

Wo bekomme ich einen Kredit?

Mit dem NRW.BANK.Universalkredit lassen sich schnell und unbürokratisch Liquiditätsengpässe überbrücken, Betriebsmittel finanzieren und Investitionen tätigen. Die Laufzeit im Fall von Betriebsmittelkrediten liegt bei max. 10 Jahren mit bis zu einem tilgungsfreien Anfangsjahr. In Bezug auf ihre Haftungsfreistellungen ergänzt die NRW.BANK temporär die 50%ige Risikoübernahme um eine 80%ige Risikoübernahme. Der bisher hierfür notwendige Mindestkreditbetrag wird ausgesetzt. Davon profitieren insbesondere kleine Unternehmen, die frühestens in einem Jahr mit dem Zurückzahlen der Kreditraten beginnen möchten. Bei Haftungsfreistellungsbeträgen bis 250.000 Euro erfolgt die Kreditzusage in der Regel innerhalb von 72 Stunden. Den NRW.BANK.Universalkredit erhalten Sie im Hausbankenverfahren – insofern binden Sie Ihre Hausbank bitte frühzeitig mit ein!

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern.Die KfW wird dazu die bestehenden Kredite für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessern. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um Zuschüsse handelt. Zur Antragsstellung wenden Sie sich bitte an Ihre Hausbank bzw. Finanzierungspartner .

Ich brauche einen Kredit und kann keine Sicherheit bieten. Was kann ich tun?

In Nordrhein-Westfalen stehen die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro pro Unternehmen) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Mio. Euro) bereit, um Kredite zu besichern. Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft.

Liquiditätssicherung durch Bürgschaften - Informationen des Landes NRW

Welche Hilfen bzw. steuerliche Maßnahmen bietet das Land NRW an?

Die Finanzverwaltung NRW kommt von der Krise betroffenen Unternehmen auf Antrag mit zinslosen Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer) und der Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zu Gunsten der Steuerpflichtigen weitestmöglich aus. 
Sondervorauszahlungen für Dauerfristverlängerungen bei der Umsatzsteuer für krisenbetroffene Unternehmen werden auf Antrag auf Null herabgesetzt. Damit werden den Unternehmen Mittel im Umfang von mehr als 4 Milliarden Euro sofort zur Verfügung gestellt. Hierdurch werden für weite Teile der nordrhein-westfälischen Wirtschaft unmittelbare Liquiditätsverstärkungen in Milliardenhöhe erzielt.

Bitte nutzen Sie dieses Formular, um Steuerstundungen beim Land NRW zu beantragen. Weitere Informationen u.a. zur Bearbeitung und zum Versand des Antrags unter https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/steuererleichterungen-aufgrund-der-auswirkungen-des-coronavirus

Welche Änderungen gibt es beim Insolvenzrecht?

Die Bundesregierung hat angekündigt, verschiedene Instrumente zur Stützung der Liquidität von Unternehmen bereitzustellen, die aufgrund der Auswirkungen der Corona-Epidemie in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Es ist aber aus organisatorischen und administrativen Gründen nicht sichergestellt, dass derartige Hilfen rechtzeitig innerhalb der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht bei den Unternehmen ankommen werden. Dazu teilt die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Christine Lambrecht, mit:  „Wir wollen verhindern, dass Unternehmen nur deshalb Insolvenz anmelden müssen, weil die von der Bundesregierung beschlossenen Hilfen nicht rechtzeitig bei ihnen ankommen. Die reguläre Drei-Wochen-Frist der Insolvenzordnung ist für diese Fälle zu kurz bemessen. Deshalb flankieren wir das von der Bundesregierung bereits beschlossene Hilfspaket mit einer Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 30.09.2020 für die betroffenen Unternehmen. Mit diesem Schritt tragen wir dazu bei, die Folgen des Ausbruchs für die Realwirtschaft abzufedern.“

Voraussetzung für die Aussetzung soll sein, dass der Insolvenzgrund auf den Auswirkungen der Corona-Epidemie beruht und dass aufgrund einer Beantragung öffentlicher Hilfen bzw. ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen eines Antragspflichtigen begründete Aussichten auf Sanierung bestehen. Darüber hinaus soll eine Verordnungsermächtigung für das BMJV für eine Verlängerung der Maßnahme höchstens bis zum 31.03.2021 vorgeschlagen werden.

 

Hotline der IHK Mittlerer Niederrhein +++ Tel. 02151 / 635 424 +++ mo - frei von 7 bis 19 Uhr, sa von 10 bis 14 Uhr +++

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein hat ein Merkblatt zu Unterstützungsmöglichkeiten erstellt und eine Email-Adresse für Fragestellungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise eingerichtet: corona[@]mnr.ihk.de.

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