Corona-Zuschussprogramm der Stadt Dormagen

Die Auswirkungen der globalen Corona-Pandemie auf die lokale Wirtschaft sind gravierend. Trotz Förder- und Hilfsprogrammen auf Bundes- und Landesebene stehen viele Unternehmen vor existenziellen Problemen. Um die negativen Auswirkungen der Corona-Krise für die örtliche Wirtschaft und dadurch auch für die Gesamtstadt abzufedern, hat die SWD in Zusammenarbeit mit dem Finanzbereich der Stadt Dormagen das "Corona-Zuschussprogramm Dormagen" entwickelt, um den Unternehmen bei der Liquiditätssicherung zu helfen. Dabei gewährt die Stadt besonders hart von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen einen nicht rückzahlbaren Zuschuss zu Miet- oder Zinszahlungen in Höhe von maximal 6.250 Euro.

Antragstellung noch möglich bis zum 31. Juli 2020.

Nachstehend finden Sie umfassende Informationen und das Formular zur Antragstellung.

Die SWD berät Sie gerne bei allen Fragen rund um das städtische Zuschussprogramm.
Ihre Hotline zum Zuschussprogramm: 02133/257-380.

Antragskriterien

Antragsberechtigte Unternehmen

Anträge können von gewerblichen und gemeinnützigen Unternehmen sowie Selbstständigen aller Branchen gestellt werden, die

  • wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen oder im Haupterwerb als Selbstständige tätig sind,
  • ihren Sitz auf Dormagener Stadtgebiet haben,
  • gewerbesteuerpflichtig in Dormagen sind und
  • ihre Waren oder Dienstleistungen bereits vor dem 1. März 2020 am Markt angeboten haben.

Voraussetzung: erhebliche Finanzierungsengpässe und wirtschaftliche Schwierig­keiten in Folge der Corona-Pandemie. Dies wird angenommen, wenn

  • mehr als die Hälfte der Aufträge aus der Zeit vor dem 1. März durch die Corona-Krise weggefallen sind (d.h. sich das Volumen des Auftragsbestandes mehr als halbiert hat)
    oder
  • die Möglichkeiten einen Umsatz zu erzielen durch eine behördliche Auflage im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie massiv eingeschränkt wurden und die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen.
     
    Der Antragsteller muss versichern, dass der Finanzierungsengpass nicht bereits vor dem 31.12.2019 bestanden hat.

Höhe des Zuschusses

Die max. Höhe des Zuschusses orientiert sich an der Staffelung der NRW-Soforthilfe. Sie ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten:

  • Solo-Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten:
    max. 2.250 Euro Zuschuss
  • Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten:
    max. 3.750 Euro Zuschuss
  • Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten:
    max. 6.250 Euro Zuschuss
     

Die Berechnung der Beschäftigtenzahl orientiert sich dabei an den Berechnungen für das NRW-Soforthilfeprogramm. Stichtag für die Berechnung der Beschäftigtenzahl ist der 1. März 2020. Es gilt die regelmäßige Wochenarbeitszeit. Zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitbeschäftigte:

Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
Mitarbeiter über 30 Stunden und Auszubildende = Faktor 1
Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3

Der/Die Unternehmer/-in selbst ist/sind mitzuzählen. Als Beschäftigter zählt, wer mit dem Unternehmen zum o.g. Stichtag einen laufenden Arbeitsvertrag hat/hatte.

Art des Zuschusses

Antragsteller können aus zwei Arten von Zuschüssen auswählen. Es wird jedoch nur einer der beiden Zuschüsse gewährt.

Zinszuschuss

Zur Liquiditätssicherung stehen auf dem normalen Finanzmarkt Kreditprogramme zur Verfügung, die jedoch nicht zinslos sind. Die Stadt Dormagen nimmt den Unter­nehmen die zusätzliche Zinslast für max. 3 Jahre ab und gewährt im Voraus einen Zinszuschuss für das jeweilige Jahr in Höhe der Zinszahlung für einen coronabedingten Über­brückungskredit.

  • Der Kredit darf nicht vor dem 01.03.2020 beantragt worden sein.
  • Der Zinszuschuss wird gestaffelt für die Jahre 2020, 2021 und 2022 bis zu der unter Punkt 2 genannten Höhe gewährt und jeweils jährlich im Voraus ausgezahlt.
  • Basis des Zinszuschusses ist ein Kreditvertrag, der nach dem 01.03.2020 abgeschlossen wurde. Es werden jährlich nur die Mittel als Zuschuss gewährt, die auch als Zinszahlung anfallen.

Mietzuschuss

Kosten für die Anmietung oder Finanzierung von Betriebsräumen sind für viele Unternehmen maßgebliche Fixkosten.

  • Der Mietzuschuss wird für die Nettomiete (Kalt miete) der gewerblich genutzten Räume in Höhe von 40 % der Mietzahlungen, bis höchstens zur Zuschussobergrenze, zunächst für den Zeitraum von April bis Juni gewährt.
     
  • Bei Betrieben, die über in Eigentum befindliche Betriebs- oder Geschäftsräume in Dormagen verfügen und durch die hierfür aufzuwendenden monatlichen Kredite belastet sind, wird eine monatliche fiktive Miete in Höhe von zehn Euro je Quadratmeter als Berechnungsgrundlage zugrunde gelegt. Auch hiervon sind 40% Grundlage der Zuschusshöhe. Wenn die Geschäftsimmobilie abbezahlt ist, also keine Kredite hierfür mehr bedient werden müssen, besteht kein Anspruch auf Mietzuschuss.

Antragsstellung

  • Bitte nutzen Sie ausschließlich das nachstehend zum Download verfügbare Antragsformular:

    Antrag auf Zuschuss aus dem Corona-Wirtschaftsförderungsprogramm Dormagen
     
  • Füllen Sie das Antragsformular komplett aus und senden Sie es unterschrieben und mit allen erforderlichen Unterlagen per E-Mail an: zuschuss-corona[@]stadt-dormagen.de
     
  • Bitte beachten Sie, dass eine Antragstellung ausschließlich per E-Mail möglich ist und Ihr Antrag nur dann vollständig geprüft und bearbeitet werden kann, wenn alle erforderlichen Unterlagen vorliegen.
     
  • Die Frist zur Beantragung eines Zuschusses endet am 31.07.2020 oder alternativ, wenn das bereitgestellte Volumen aufgebraucht ist. Dabei wird die Reihenfolge der Bezuschussung nach dem vollständigen Vorhandensein der Unterlagen festgelegt.
     
  • Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) unter Tel. 02133/257-380.

Dokumentation und Nachweispflichten

Der Antragsteller versichert im Formular, dass er alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen und wahrheitsge¬treu gemacht hat. Falsche Angaben, die zu einer unberechtigten Inanspruchnahme der Leistung führen, sind Subventionsbetrug. Die Leistung muss dann nicht nur zurückgeführt werden, es kann dann zu einer strafrechtlichen Verfolgung kommen. Der Antragsteller ist gehalten, den Zuschuss in seiner Steuererklärung für 2020 aufzunehmen. Da dem Antrag die Steuernummer bzw. die Steuer-ID beizufügen ist, hat das Finanzamt die Möglichkeit, die Plausibilität der Inanspruchnahme im Nachhinein zu überprüfen.


Der Zuschuss wird als sogenannte Billigkeitsleistung ausgezahlt. Auch im Falle einer Überkompensation (z.B. durch andere Fördermaßnahmen) muss der erhaltene Zuschuss zurückgezahlt werden. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass der Antragsberechtigte mehr erhalten hat, als ihm zusteht, ist das überschüssige Geld zurück zu zahlen. Durch die Stadt Dormagen erfolgen darüber hinaus Prüfungen im Einzelfall.


Alle Zuschussempfänger werden im Nachhinein angeschrieben und gebeten, zu überprüfen, ob eine Überkompensation vorgelegen hat. Der Nachweis der Verwendung des Zuschusses erfolgt unter Zuhilfenahme eines Vordrucks, den alle Zuschussempfänger in einem gesonderten Schreiben (inkl. Ausfüll-Anleitung) rechtzeitig erhalten. Dazugehörige Unterlagen sind 10 Jahre lang aufzubewahren.


Eine Überkompensation entsteht dann, wenn der Antragsteller mehr Zuwendungen erhält, als sein tatsächlich eingetretener Schaden – also insbesondere der durch die Corona-Krise eingetretene Umsatzausfall abzüglich eventuell eingesparter Kosten (z.B. Mietminderung) ist. Eine Überkompensation ist im Nachhinein zurückzuerstatten.  Wird der Zuschuss im Rahmen des Zinszuschusses gezahlt, entfällt die Prüfung auf Überkompensation.
Hilfestellung bei der Berechnung einer Überkompensation bietet ein Vordruck, den alle Zuschussempfänger in einem gesonderten Schreiben (inkl. Ausfüll-Anleitung) rechtzeitig erhalten.

Häufige Fragen

Wann wird das Geld ausgezahlt?

Wenn alle notwendigen Antragsunterlagen vorliegen wird der Zuschussantrag durch die Stadt Dormagen geprüft. Wenn ein Anspruch auf Zuschuss besteht, erhalten Sie hierüber ein Bestätigungsschreiben. Wie lange die Prüfung der Anträge dauern wird, hängt stark von der Anzahl der Anträge ab. Nach positiver Antragsprüfung soll der Zuschuss innerhalb weniger Werktage ausgezahlt werden.

Ziel ist es, die Zuschussmittel zur Liquiditätssicherung so schnell es geht auszuzahlen.

Wie funktioniert der Zinszuschuss?

Zur Liquiditätssicherung stehen auf dem normalen Finanzmarkt Kreditprogramme zur Verfügung, die jedoch nicht zinslos sind. Die Stadt Dormagen nimmt den Unter-nehmen die zusätzliche Zinslast für max. 3 Jahre ab und gewährt im Voraus einen Zinszuschuss für das jeweilige Jahr in Höhe der Zinszahlung für einen coronabedingten Über¬brückungskredit. Der Kredit darf nicht vor dem 01.03.2020 beantragt worden sein. Der Zinszuschuss wird gestaffelt für die Jahre 2020, 2021 und 2022 bis zu der unter Punkt 2 genannten Höhe gewährt und jeweils jährlich im Voraus ausgezahlt. Basis des Zinszuschusses ist ein Kreditvertrag, der nach dem 01.03.2020 abgeschlossen wurde. Es werden jährlich nur die Mittel als Zuschuss gewährt, die auch als Zinszahlung anfallen.

Beispiel:
Ein Betrieb mit 3 Beschäftigten benötigt 20.000 EUR zur Deckung seiner laufenden Betriebsausgaben und nimmt bei seiner Hausbank zum 01.06.2020 hierzu einen Kredit mit 4% Zinsen auf. Er muss also pro Jahr 800 € Zinsen zahlen. Er hätte aufgrund seiner Beschäftigtenzahl Anrecht auf einen Zinszuschuss von max. 2.250 EUR. Er würde einen Antrag auf Zinszuschuss stellen für das Jahr 2020 (7 Monate), 2021 und 2022 (je 12 Monate) und daraufhin in 2020 ca. 466 EUR Zinszuschuss und für 2021 und 2022 je 800 EUR Zinszuschuss erhalten. Er erhält den Zinszuschuss für 2021 direkt und dann jeweils zum Anfang des nächsten Kalenderjahres.

Unternehmen mit 3 MA      20.000 EUR zu 4%
Zuschuss 2020 (7 Monate)        466 EUR
Zuschuss 2021 (12 Monate)      800 EUR
Zuschuss 2022 (12 Monate)      800 EUR
Gesamtzuschuss                  2.066 EUR
(Vereinfachte Rechnung ohne Zinseszins)

Wie funktioniert der Mietzuschuss?

Kosten für die Anmietung oder Finanzierung von Betriebsräumen sind für viele Unternehmen maßgebliche Fixkosten. Der Mietzuschuss wird für die Nettomiete (Kalt miete) der gewerblich genutzten Räume in Höhe von 40 % der Mietzahlungen, bis höchstens zur Zuschussobergrenze, zunächst für den Zeitraum von April bis Juni gewährt.

Beispiel:
Ein Unternehmen mit 8 Beschäftigten zahlt für seine Geschäftsräume eine monatliche Kaltmiete von 6.200 EUR. Für die Monate April, Mai und Juni also insgesamt 18.600 EUR Kaltmiete. Hiervon sind 40% zuschussfähig, d.h. 7.440 EUR. Aufgrund seiner Beschäftigtenzahl hat er Anrecht auf einen max. Zuschuss von 3.750 EUR. Es würden 3.750 EUR Zuschuss gewährt.

Bei Betrieben, die über in Eigentum befindliche Betriebs- oder Geschäftsräume in Dormagen verfügen und durch die hierfür aufzuwendenden monatlichen Kredite belastet sind, wird eine monatliche fiktive Miete in Höhe von zehn Euro je Quadratmeter als Berechnungsgrundlage zugrunde gelegt. Auch hiervon sind 40% Grundlage der Zuschusshöhe. Wenn die Geschäftsimmobilie abbezahlt ist, also keine Kredite hierfür mehr bedient werden müssen, besteht kein Anspruch auf Mietzuschuss.

Beispiel:
Ein Betrieb mit 12 Beschäftigten besitzt eine Geschäftsimmobilie mit 860 m² betrieblicher Nutzfläche. Es wird eine fiktive Miethöhe von 10 EUR pro m² angenommen, also 8.600 EUR pro Monat. Für die Monate April, Mai und Juni also insgesamt 25.800 EUR Kaltmiete. Hiervon sind 40% zuschussfähig, d.h. 10.320 EUR. Aufgrund seiner Beschäftigtenzahl hat er Anrecht auf einen max. Zuschuss von 6.250 EUR. Es würden 6.250 EUR Zuschuss gewährt.

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Unter den Hecken 70
41539 Dormagen
Tel.: 02133/257-416
Fax: 02133/257-77-416
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