Mittelalter live erleben beim „Sturm auf Zons“ mit Schaukampf, Gaukelei und Marktgeschehen

Mit dem Schoolsday (11 bis 14 Uhr) und einem offenen Tavernenabend für alle Zonser beginnt am Freitag, 24. Mai, um 18 Uhr die vierte Auflage des mittelalterlichen Re-Enactments „Sturm auf Zons“. Flankiert wird die von internationalen Akteuren mit Pfeil, Bogen und Kanonen nachgestellte Bestürmung der südlichen Festungsmauer von trubeligem Marktgeschehen und dem offenen Heerlager südlich von Zons, in dem die Darsteller mit „Weib und Kindern“ kampieren und die Lebensweise der Söldner, Knechte und Adligen im ausgehenden Mittelalter demonstrieren. „Seit der Premiere 2016 ist der Sturm auf Zons stetig gewachsen, so dass wir in diesem Jahr erstmals an die 340 Teilnehmer und über 50 Händler vor Ort haben werden“, gibt Stadtmarketing-Leiter Thomas Schmitt einen Ausblick darauf, was die Zonser und ihre Gäste am letzten Maiwochenende erwartet. Organisiert wird das farbenfrohe und lebendige Spektakel gemeinsam von der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) und dem Verein „Zonser Garnison“, dessen männliche Mitglieder beim „Sturm auf Zons“ antreten werden, ihre Stadt mit aller Kraft gegen die anstürmenden Truppen der Burgunder zu verteidigen: Am Samstag, 25. Mai und Sonntag, 26. Mai, jeweils um 15 Uhr, wird im alten Rheinbett südlich der Freilichtbühne zum Angriff geblasen.

Hintergrund: der Neusser Krieg

Historischer Hintergrund des „Sturms“ ist der Neusser Krieg AD 1474/1475, ausgelöst durch den Kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz und eine Streitigkeit um dessen Rechte unter anderem an Zons und dem dort erhobenen Rheinzoll. An der Seite Karls des Kühnen, Herzog von Burgund, führte der Erzbischof Krieg gegen das Kölner Domkapitel und auch gegen Kaiser Friedrich III.. Im Zuge der Belagerung von Neuss war – so legen es historische Quellen nahe – auch Zons in die kriegerische Auseinandersetzung involviert.

Familientaugliches Rahmenprogramm

Abseits von Kanonendonner und Pfeilhagel wartet der Mittelaltermarkt im Gelände der Burg Friedestrom mit einem großen Angebot sowohl für Mittelalter-Fans als auch für die breite Masse der Besucher auf. In der Kinder-Ritterkammer dürfen junge Knappen und Edelfrauen in einem Ritterturnierspiel agieren, Kinder wie Erwachsene können Hand anlegen beim Kerzenziehen oder Bogenschießen. Dazu im Angebot: Geschmeide und Geschmiedetes, Tuche und Leder, Seifen und Sonnenuhren, Köstliches, Körbe und noch vieles mehr. Speis und Trank werden in großer Auswahl kredenzt: Von modern bis eher mittelalterlich orientiert, süß oder herzhaft, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Gaukler, Feuerspucker und Musikanten sorgen an beiden Tagen für Unterhaltung.

Schaukampf, Markt und Heerlager gegen Eintritt

Für das Heerlager und den Mittelaltermarkt erheben die Veranstalter einen Eintritt, „der uns hilft, die Kosten der Veranstaltung zu decken“, betont Wolfgang Göddertz, Hauptmann der Zonser Garnison. Eventuelle Überschüsse aus dem „Sturm auf Zons“ fließen einem guten Zweck vor Ort zu. Vom Plus aus dem Vorjahr haben SWD und Zonser Garnison eine neue Sitzbank angeschafft, die am Treidelpfad direkt auf Höhe des Mauerdurchbruchs zur Altstadt aufgestellt wurde und ein kaputtes und in die Jahre gekommenes Möbel an gleicher Stelle ersetzt.

Kontakt und Informationen:
Thomas Schmitt
Büro: 02133/257-656 | E-Mail: thomas.schmitt@swd-dormagen.de

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