Stadt und Eigentümerin RWE AG entwickeln Gewerbegebiet Silbersee

Industrielle Tradition trifft Zukunft im Wirtschaftsraum Köln-Düsseldorf

Im nördlichen Stadtgebiet von Dormagen, unmittelbar an der Stadtgrenze zu Neuss, entsteht mit dem Gewerbegebiet Silbersee ein strategisch positionierter Gewerbestandort im Herzen des Rheinlands. Auf rund 20 Hektar entwickelbarer Fläche werden großzügige Grundstücke für nachhaltig ausgerichtete, produzierende und technologieaffine Unternehmen geschaffen. Die Entwicklung erfolgt in enger Kooperation zwischen der Stadt Dormagen und der Grundstückseigentümerin RWE AG. Grundlage bildet ein umfassend abgestimmter Sanierungs- und Entwicklungsrahmen, der langfristige Investitionssicherheit gewährleistet.

Planung und Erschließung

Im Juni 2024 hat der Rat der Stadt Dormagen den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 528 „Entwicklung Silbersee“ gefasst. Der Satzungsbeschluss ist für Mai 2026 vorgesehen. Mit Rechtskraft des Bebauungsplans beginnen die vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen sowie die technische Erschließung des Gebiets. Aktuell wird von einer Baureife der Grundstücke ab 2027 ausgegangen.

 

Sanierung und planungsrechtliche Rahmenbedingungen

Das Areal ist durch seine industrielle Vergangenheit geprägt: Bis 1971 befand sich hier über rund 60 Jahre eine Zinkhütte zur Gewinnung von Zink und Eisen aus sulfidischen Erzen. Die damaligen Produktionsprozesse führten zu Belastungen von Boden und Grundwasser.

Umfassende Altlastenuntersuchungen bilden die Grundlage für einen abgestimmten Rahmensanierungsplan. Dieser sieht insbesondere die fachgerechte Abdeckung und Versiegelung hochbelasteter Flächen vor. Durch diese Maßnahmen können künftig rund 20 Hektar neu entwickelbare Gewerbeflächen bereitgestellt werden.

Wichtige Festsetzungen

  • Grundflächenzahl (GRZ): 1,0
  • Vollständige Versiegelung der Baugrundstücke verpflichtend
  • Zentrale Niederschlagswasserführung innerhalb des Plangebiets
  • Ortsnahe Ableitung über eine Versickerungsanlage im nördlichen Bereich
  • Dauerhaftes Grundwasser-Monitoring durch RWE Power AG

Die vollständige Oberflächenversiegelung ist erforderlich, um das Einsickern von Niederschlagswasser in belastete Bodenschichten zu verhindern. Nach Abschluss der Bebauung sind keine weiteren Sanierungsmaßnahmen durch Erwerber oder Nutzer erforderlich.

 

Verkehrliche Anbindung

Die äußere Erschließung erfolgt über den Ausbau der bestehenden Straßen Zinkhüttenweg und Stüttger Weg. Ein verkehrstechnisches Gutachten bestätigt eine gesicherte Verkehrsabwicklung bereits vor Realisierung der geplanten Autobahnanschlussstelle Delrath.

Perspektivisch ist ein zweiter Dormagener Anschluss an die A 57 vorgesehen, der das nördliche Stadtgebiet sowie die innerstädtischen Verkehrswege vom Gewerbeverkehr entlasten soll. Ein konkreter Realisierungszeitpunkt steht derzeit noch nicht fest. Eine spätere Anbindung an den ausgebauten Zinkhüttenweg bleibt jedoch möglich.

Grundstücksangebot und Rahmenbedingungen

Die Gewerbegrundstücke werden einzeln über den Zinkhüttenweg und den Stüttger Weg erschlossen.

  • Gesamtentwicklungsfläche: ca. 20 ha
  • Mindestgrundstücksgröße: 5,0 ha
  • Flexible Parzellierung im Rahmen der planungsrechtlichen Vorgaben
  • Ausweisung als Industriegebiet (GI)
  • GRZ 1,0 mit verpflichtender Vollversiegelung
  • Gebäudehöhen:
    • 18–20 m entlang des Zinkhüttenwegs
    • ca. 30 m im Kernbereich des Plangebiets
  • Baureife ab 2027

Die Mindestgröße von 5,0 Hektar wurde im Sanierungsplan festgelegt, um die Anzahl der ansässigen Unternehmen bewusst zu begrenzen und eine hochwertige Standortentwicklung sicherzustellen.

Gemäß Bebauungsplan wird ein nach Abstanderlass NRW gegliedertes Industriegebiet (GI) ausgewiesen. Entsprechend dem verkehrstechnischen Gutachten sind verkehrsintensive Nutzungen ausgeschlossen. Dazu zählen insbesondere:

  • Lagerhaltung
  • Distribution
  • Logistik- und Transportbetriebe

Zielgruppe und Verkauf

Die Vermarktung fokussiert:

  • produzierende Unternehmen
  • technologie- und innovationsorientierte Betriebe
  • Industrie- und verarbeitende Unternehmen mit großflächigem Bedarf
  • expansionsorientierte mittelständische Unternehmen

Die Grundstücke werden direkt durch die Eigentümerin RWE AG veräußert. Die Vermarktung erfolgt in enger Kooperation mit der Stadt Dormagen, vertreten durch die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen mbH (SWD). 

Bei Ansiedlungsinteresse sind wir Ihr erster Ansprechpartner, vermitteln den Kontakt zur Grundstückseigentümerin und begleiten den weiteren Prozess. 

Ihr Kontakt:

Michael Bison

Tel.: 02133/257-8000
michael.bison@swd-dormagen.de